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Major Lazer – Free The Univers (Reingehört)

‘Guns Don´t Kill People… Lazers Do’ – mit diesem Debüt im Jahre 2009 etablierte sich das Bandprojekt von Diplo (Santigold, Beyonce, Snoop Dogg), an mir was dies Projekt bisher spurlos vorbeigegangen. Wenn man mir aber sagt, das ist ein Wahnsinns-Ding, dann werde ich natürlich neugierig…

Das sich Wesley Pentz alias Diplo einen hervorragenden Namen als sehr innovativer und vor allem experimentierfreudiger Producer einen Namen macht, das bestreitet nach dem ersten durchskippen wohl niemand mehr. Hier werden einfach mal Zutaten wie Dancehall, Reggae, Elektro, Dub(Step) und Co. in einen Topf geworfen, kräftig aufgekocht und sehr heiß serviert. Frei nach dem Motto – Im Club muss es scheppern! Da ist ein ‘Get Free’ noch ein sehr, sehr ruhiges Ding.

Mir persönlich war es teilweise schon etwas zu viel, aber ich kann mir gut vorstellen, das der Sound im richtigen Club mit den richtigen Leuten derbe abgehen wird. Da kann man auch mal alles über Board werfen und ganz kräftig am Zeiger drehen. Von entspanntem Roots-ähnlichem Reggae über heftigste Dub-Bretter bis hin zu total verpopptem Malle-Style mit Bläsern und Co ist alles dabei.

Gäste wie Vybz Kartel, Elephant Man, Shaggy, Wyclef Jean, The Partysquad, Ward 21 und viele mehr schütten hier und da auch einfach noch mehr Benzin ins Feuer, manch dreht auch so durch, das er gleich ne Kiste Dynamit reinschmeißt.

Kurz gesagt – abgefahrenes Gesamtkunstwerk, dies “Free The Univers”.

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Dufsen & Spexo • Collected Sounds (Reingehört)

Großartiges tut sich auf. Jemand drückt mir eine CD in die Hand. “Hör dir das mal an, ist geil” und da ich ein netter Mensch bin, höre ich mir das auch an und verdammt ja, das ist geil! Aber wer sind Dufsen & Spexo? Dem einen oder anderen dürfte Dufsen ein Begriff sein. Produktionen für Umse, Exzem oder Headtrick von Tunnelblick-Music hat er schon abgeliefert und auf der letzten hiHatClub- Party in Köln durfte er sein Können auch schon unter Beweis stellen.

Der Andere, Spexo, tritt mit diesem Album erstmals aus der heimischen Beatbastelstube heraus in die breite Öffentlichkeit. Gemeinsam traten beide im letzten Jahr auf dem renommierten Juicy Beats Festival in Dortmund auf. Die Jungs haben jedenfalls Spaß am gemeinsamen Produzieren gefunden und so wird Collected Sounds hoffentlich nicht die letzte Zusammenarbeit der Beiden sein.

Was kann man denn so erwarten? Stilistisch an den BoomBap der 90er angelehnt, verwurstet man hier und da auch gerne ein paar Sampleschnipsel und partiellem Synthesizereinsatz gibts auch. Dank der Sampleschnipsel werden die Instrumentals auch ohne Vocals nicht eintönig. Abwechselnd präsentiert von Dufsen und Spexo (Tracklist weiter unten).


Herbst // Beat: Dufsen // Video: Exzem

Der Sound ist von dreckig ruff bis smooth und entspannt einfach nur schön, es gibt Vinylknistern, herrliche Baselines, scheppernde Drums, knallende Snares, wahnsinnige Samples, Beat-Freunde werden dieses Album lieben, ehrlich jetzt! Wenn Du Suff Daddy im Regal stehen hast, stell dieses Album gleich daneben!

Die Platte ist voller Lieder zum zuhören, zum tanzen und zum mitsingen

Dieses Album ist auf jeden Fall eine Empfehlung des Hauses, ein Pflichtkauf für jeden, der auf den hiHat-Club, auf Suff Daddy, auf Instrumental-Beats und andere verrückte Dinge steht. Ab dem 03.05 ist dieser wunderschöne Tonträger (über Tunnelblick Music) für Euch erhältlich, einfach über Bandcamp vorbestellen!

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ShortCuts #010

Es ist mal wieder Zeit für ein paar ShortCuts in Sachen Musik, diesmal sind die Künstler Damion Davis, Bilal, Ronny Trettmann, John Morales und The Last Skeptik dabei!

Den Anfang macht Damion Davis, der mal eben ganz locker den ZoomLab-Internen Platz des “Album des Monats 04.2013″ einsackt. ‘Querfeldein’ ist einfach ein Album, das unglaublichen Spaß macht. Lyrisch ist es ganz weit weit vorne, die Beats und Live-Instrumentalisierungen sind perfekt, alles passt einfach perfekt zusammen. Persönlich gereift nimmt uns der Berliner Rapper und Schauspieler Damion Davis mit auf eine Reise durch das Land Hip Hop, vorbei an der Stadt Rock, kurzer Halt beim Rastplatz Indie-Pop und zack, nehmen wir die Abfahrt in Richtung Elektronik.

Unterwegs erzählt er uns mal entspannt und mal schnell über Großstadt-spezifische Themen, er erzählt persönliches und regt sich laut über politisch und gesellschaftliche Themen auf. Die Produktionen stammen größtenteils von Damion selber, in Zusammenarbeit mit SilenTone. Mortis One steuert auch noch ein paar Beats mit bei und auf Feature-Gäste wird einfach mal ganz verzichtet. Großartig! 17 Tracks die rocken. Kaufen!! Querfeldein erscheint am 12.04 über Spoken View auf CD, als MP3 und auf 2LP. facebook.com/damiondavisofficial

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Lil Wayne • I Am Not A Human Being II (Reingehört)

Gut, Lil Wayne hat mit grade mal 30 Jahren bereits das 10. Studio-Album am Start, vieles mehrfach mit Platin ausgezeichnet, das kann jetzt an einer enormen Produktivität liegen, oder eben daran, das der Sound und die Raps relativ einfach gestrickt sind. Waren die “Tha Carter” Teile noch absolut feierbar, konnte man die Alben “Rebirth” und “I Am Not A Human Being I” getrost in die Tonne kloppen. Heute erscheint dann “I Am Not A Human Being II”, eben das 10. Studio-Album von Lil Wayne.

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Megaloh • Endlich Unendlich (Reingehört)

Yogibär: Es geht Handschlag, Faust oder Buch, Brille, Kissen
Was jetzt, mach Stress, nicht mal Bruce will es wissen
Du sagst du kennst jeden, doch Jeden ist nicht hier
Kennst du Wayne, Junge? Wayne interessierts?

Auf der Autobahn, wo ich das Album von Megaloh das erste mal hörte, vielen mir als erstes die überaus genialen Beats auf. Diese stammen größtenteils aus der Feder von Ghanaian Stallion aber auch zum Teil von KAHEDI, dem Produzenten-Team um Max Herre. Sehr organisch, sehr soulig, sehr warm, dank der schönen Instrumentalisierung.

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Vaterfigur:Ich kann nicht den, der dich gezeugt hat, ersetzen
Doch ich bin da, versucht jemand euch zu verletzen
Und selbst wenn er und ich uns nicht verstehen
Brauchst du niemals zwischen uns zu wählen
Ich werde dich nicht damit quälen

Ich muss auch sagen, das ich bisher mit Megaloh so gar nix anfangen konnte, kickte mich einfach nicht. Aber wenn man schon ein paar Stunden im Auto unterwegs ist, hört man sich halt jeden Track mal in Ruhe an und verdammt ja, der Typ kann einiges. Der Mann aus Moabit ist außerordentlich ehrlich, tiefgehend und setzt sich mit so ziemlich allem auseinander, was das Leben so bietet.

So hört man von gesellschaftlichen Zwängen (Loser) oder komplizierte Familiengeschichten (Vaterfigur), aber auch kleine Representer gibt es, auch wenn Megaloh davon dezent Abstand genommen hat. Auf ‘Yogibär’ zeigt er aber dennoch, das er im Spiel gut mitreden kann. Wortwitz, Intellekt, tiefgehende Lyrics, hier und da ein kleiner Punch, sollte man ‘Endlich Unendlich’ mit einem Wort beschreiben, währe “Ehrlich” sehr treffend.

Wie gut, das Megaloh seine Karriere nicht nach der Monster EP beendet hat, so wie er es erst geplant hatte! Denn dann hätten wir nie einen Track wie “Neue Schritte (ft. Samy)” gehört, einen Raptrack, der mit allem aufwartet, was man braucht, Lyrics, gute MCs, dicker Beat, eingehende Hook, was will man denn bitte noch mehr?

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Saven • System Check (Reingehört)

Das in Münster rap-technisch was geht, dürfte jedem bekannt sein. Illage ist eine Crew, die eigentlich schon immer mitgemischt hat, egal wo irgendwas mit Hip Hop passierte, Illage waren dabei. Saven ist nur ein Teil der Familie und gibt uns mit “System Check” mal wieder was zum zuhören an die Hand. Und eins ist klar, man hört, das hier jemand am Werk ist, der schon sehr, sehr lange dabei ist.

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Sämtliche Produktionen sowie alle eindringlichen Texte mit Hooks, die größtenteils Ohrwurm-Charakter haben, stammen aus der Feder von Saven, großes Lob, das kann man sich alles sehr, sehr gut anhören! Auf der EP gibt es noch ein Feature mit Ammoniak und Reno sowie Said supporten Saven mit Background-Gesang. Und das ganze gibt es auch noch für lau.

Lieblingstracks? Gibts! “Kids” ist auf jeden einer! Sozialkritisch, ehrlich, auf den Punkt! “Nicht Einfach” geht auf jeden Fall auch gut ins Ohr, im Grunde könnte man jetzt hier auch alle 8 Anspielpunkte nennen.

Ihr seht, ich bin wirklich begeistert von “System Check”, macht Euch am besten selber ein Bild:

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Fard • Bellum et Pax (Review)

Fard-Bellum-Pax-CoverFard betitelt sein neustes Werk wieder einmal mit lateinischen Wörtern. Bellum et Pax bedeutet Krieg & Frieden und  genau das bekommt man dann auch zu hören. Je ein Liebeslied an Mama und an die Musik? Check! Eine weitere Abrechnung mit einer Ex? Check! Hier und da richtig auf die Kacke hauen und einen auf dicke Hose machen? Check! Einfach mal 60 Terrorbars auf die Höhrerschaft loslassen? Erledigt! Eine Hook in seiner Muttersprache Farsi? Auch dabei!

Irgendwie wird man aber das Gefühl nicht los, das man hier wieder mal sehr viele Themengebiete vorgesetzt bekommt, die schon zig mal abgegrast wurden. Gut, kann man machen, irgendwann wiederholt sich eh alles und Fard macht halt das, was er kann, zwischen Hell und Dunkel hin und herspringen, über Gut und Böse rappen, vom Alltag und einer Traumwelt berichten, er verbindet Battle-Tracks mit sozialkritischen und biografischen Themen.

Ein tatsächlich großartiger Anspieltipp ist “Gottes Werk und Teufels Beitrag”, ein Storyteller über einen Jungen, der in ein neues Land ziehen muss, da in seinem Heimatland Krieg herrscht, ähnlich “persönlich” und ehrlich ist auch “Kalt wie Gold”, lernen und leben in Deutschland, als Migrant, über falsche Werte, ein sehr kritischer Track. “Rap und Ich”, gefällt, einfach mal die Klappe aufreißen und austeilen. Bis auf einige Textzeilen absolut hörbar!

“Madar”, der eben schon mal angesprochene Track über Fards Mutter, mit persischer Hook, von der ich kein Wort  versteh, aber es klingt einfach richtig gut. Es gibt noch ein paar ganz frische Tracks, aber grundsätzlich hört man wieder Rap von einer neuen Nummer 1, hier werden wieder diverse Leute “gefickt”, es wird salutiert und geschossen, hier redet wieder der Beste über viel zu elektronische Beats, die nichts besonderes haben.

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Waldo The Funk – Toykis EP(Review)

Am 01.02.2013 rollt über WSP die EP Toykis von Waldo The Funk auf Euch zu. Gleich vorweg gesagt – absolute Kaufempfehlung! Das so einige Heilbronner Beats können, ist deutschlandweit bekannt, aber in Heilbronn kann man auch Rap! Und das ganze so herrlich unverkrampft und (vor allem) unpeinlich, da können sich so manche ne dicke Scheibe von abschneiden!

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Und da es perfekt passt, darf man an dieser Stelle den Pressewaschzettel zitieren:

Und bevor sich einer an Retro-Boom Bap und Bla und Blub die Zunge bricht – das ist es nicht. Waldo packt entkrampften Rap-Rap auf wohlsortierte Loops von Dexter, Suff Daddy oder den Dramadigs. Raw, dope, und mit dem Scopeman „Keine Effekte“-Gütestempel.

Dem bleibt nix mehr hinzuzufügen als neben den Scopeman “Keine Effekte”-Gütestempel den “ZoomLab empfielt” Stempel zu setzen. Den Pandabären hatten wir ja schon mal hier im ZoomLab! Jetzt gebt Euch das Snippet und freut Euch auf den 01.02.!

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Django Unchained O.S.T. (Review)

Herr Tarantino ist ja dafür bekannt, das seine äußerst guten Filme immer von einem äußerst guten Soundtrack begleitet werden. So dann natürlich auch bei Django Unchained, dem neusten Streich von Quentin Tarantino.

In Django Unchained schickt Herr Tarantino den Sklaven Django auf die blutige Reise durch die Südstaaten Amerikas. Seite an Seite mit dem Kopfgeldjäger Dr. King Schultz jagt er brutale Gangster und nimmt dabei den skrupellosen Geschäftsmann Calvin Candie ins Visier. In den Hauptrollen sind Jamie Foxx, Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio zu sehen. Der Film ist in 5 Kategorien für einen Oskar nominiert und wurde bereits mit 2 Golden Globes ausgezeichnet.

Wie man es von seinen letzten Soundtracks gewohnt ist, gibt es großartige und handverlesene Perlen aus der privaten Vinylsammlung von Herrn Tarantino. Skits aus dem Film nutzt er natürlich auch und zum ersten Mal findet man auch exklusive Tracks auf dem Soundtrack von DJango Unchained. Diese exklusiven Tracks stammen von Künstlern wie John Legend, Rick Ross oder Anthony Hamilton. Dazu gibt es Klassiker von  James Brown, 2Pac oder Luis Bacalov. Ennio Morricone (Ehren-Oscar-Preisträger) hat zusammen mit Elisa Toffoli den Titel ‘Ancora Quie’ speziell für diesen Film geschrieben und ist zudem auch mit einigen bekannten Songs von Ihm auf dem Soundtrack vertreten.

Und auf die Frage, ob Rick Ross auf einem, in Western-Sud getauchten Beat funktioniert, folgt ein dreckiges Yessir! Und auch John Legend kommt richtig gut auf Western-Style Sounds! Aber auch alle anderen Künstler sowie Instrumental-Tracks klingen richtig gut, sofern man ein bisschen Interesse an a) Western und b) der Musik darin hat.

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Kein wirklicher Jahresrückblick aber ein paar Lieblings-Alben 2012!

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Jahresrückblick, wie auch schon im letzten Jahr, muss nicht sein, aber dennoch hatte das Jahr so einiges gutes, ABB ist wieder da, wir hatten großartige Partys, haben mit Marc Hype, DJ Revolution, Eskei83 oder Lord Jazz durchgerockt, es gab viele gute Blogbeiträge, gute Foto-Touren, Verlosungen gab es auch, doch, 2012 war ein gutes Jahr.

Januar:
Marsimoto – Green Berlin
Killer Mike – The Pl3dge
DCS – Silber

Februar:
B.E. Der Micathlet & Arves – Zeitlos
Rollo & Foxn – Der Fööön vor dem Sturm
Verrückte Hunde – 1×1=1

März:
Demograffics – Cheese
MoTrip – Embryo
De La Soul´s Plug 1 & Plug 2 presents First Serve

April:
Alex Clare – The Lateness Of The Hour

Mai:
Moe Mitchell – MMS
Freidenker – Randale & Liebe

Juni:
Ercandize – Uppercut
Celo & Abdi – Hinterhofjargon
Roger – 4S Punks

Juli:
Frank Ocean – Channel Orange

August:
Rick Ross – God Forgives, I Don´t

September:
Brother Ali – Mourning In America & Dreaming In Color
Action Bronson & Static Selektah – Well done (Vinyl)
Team Makasi

Oktober:
Laas Unltd. – Im Herzen Kind
Homeboy Sandman – First Of A Living Breed
Lupe Fiasco – Food and Liquor II
Kendrick Lamar – Good Kid, M.a.a.d. City
The Art Of Rap (DVD)

November:
Wu-Block – 2012
Roc Marciano – Reloaded

Dezember:
The Game – The Jesus Piece

Mir ist völlig klar, das es da noch viel, viel mehr gab, aber um den Rahmen nicht zu sprengen, gibts nur ein paar gute Alben. Wer einfach zurückblättern will, klickt sich durchs Archiv, da findet man auch noch mehr Musik, coole DVDs und anderes Zeugs.

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